Medizinische Einrichtungen

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Medizinische Einrichtungen

Medizinische Einrichtungen in Deutschland

 

arztpraxisArztpraxis

Eine Arztpraxis, ist der Arbeitsbereich eines niedergelassenen, praktizierenden Arztes.Er berät, untersucht und therapiert seine Patienten. Eine Arztpraxis ist funktional gesehen ein Wirtschaftsbetrieb der Freien Berufe.

 

 

 

praxisgemeinschaftPraxisgemeinschaft 

Als Praxisgemeinschaft bezeichnet man eine Kooperationsform von Vertragsärzten, die in der Regel in  derselben Fachrichtung tätig sind. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von zwei oder mehreren Ärzten zur Ausübung der Tätigkeit in gemeinsamen Praxisräumen mit gemeinsamem Personal.

Vertragsarzt ist jeder im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung zur Behandlung von sozialversicherten Patienten zugelassene Arzt.

 

 

 versorgungszentrumMedizinische Versorgungszentren

Ein medizinisches Versorgungszentrum ist eine neue Form der Praxisgemeinschaft, in der gesetzlich  sowie privat versicherte Patienten von Ärzten verschiedener Fachrichtungen behandelt werden.

 

 

 

krankenhaus Krankenhäuser / Kliniken

 Ein Krankenhaus ist eine Einrichtung, in der durch ärztliche und pflegerische Hilfeleistung die Krankheiten, Leiden  oder körperlichen Schäden festgestellt und geheilt oder gelindert  werden. Auch die Geburtshilfe und die  Sterbebegleitung gehören zu den Aufgaben eines Krankenhauses.  Dieses erfolgt stationär oder ambulant. Ein Krankenhaus ist Tag und Nacht  aufnahmebereit.

 

Geschichte des Krankenhauses

Die Aufgaben eines Krankenhauses haben sich im Laufe der Zeit verändert. Ursprünglich war die Medizin eng mit der Religion verbunden. Die Tempel des alten Ägyptens dienten daher auch der Behandlung von Kranken. Die ersten eigenständigen Einrichtungen, sind aus Sri Lanka und später auch aus Indien bekannt. Die ersten Lehrkrankenhäuser entstanden im alten Persien.

Im frühen Mittelalter befanden sich Krankenhäuser besonders in größeren Städten der arabisch-islamisch  Welt, deren Ärzte und Gelehrte bereits Medikamente entwickelten und Operationen durchführten.

In Europa hingegen dienten in dieser Zeit Krankenhäuser auch als Armenhäuser und Pilgerunterkünfte.

Die damals verwendete Bezeichnung Hospital leitet sich vom lateinischen Wort hospes für "Gast, Fremder" ab. Meistens wurde die Pflege von Geistlichen geleistet.

Im Jahr 1710 wurde die Charité als Pestkrankenhaus gegründet.

Nach dem 2. Weltkrieg veränderte sich die Art und Weise der Leistungserbringung im Krankenhaus erheblich.

Ausgehend von den USA gewannen Markt- und Wettbewerbsmechanismen in den Krankenhaussektoren von nahezu allen Industrieländern massiv an Bedeutung, was letztlich zu einer bis heute anhaltenden „Industrialisierung des Krankenhauswesens" führte.

 

Aufgaben eines Krankenhauses

Als Krankenhausbehandlung bezeichnet man die Aufgaben eines Dienstleistungsanbieters im Sektor Gesundheitswesen. Die Aufgaben sind, den kranken, leidenden und hilfesuchenden Menschen Diagnostik, Therapie und Pflege zum Zwecke der medizinischen Rehabilitation oder der angemessenen palliativen Begleitung bei unheilbarer Erkrankung anzubieten. Sie werden in folgende Bereiche unterteilt: Notfallbehandlung, voll –und teilstationäre Behandlung, vor- und nach stationäre Behandlung, ambulante oder rehabilitative Behandlung.

Verwaltung und soziale Dienste gehören ebenfalls zu den Aufgaben eines Krankenhauses.

Oft sind Krankenhäuser als Universitätsklinikum auch ein Zentrum von Lehre und Forschung.

 

Klassifikation der Krankenhäuser

Die gut 2000 Krankenhäuser in Deutschland werden in Trägerschaft und Versorgungsstufe unterschieden.

Krankenhäuser kann man weiter nach der Zahl der Patienten, der Zahl der (Plan-)Betten, nach dem Träger oder nach ihrem Tätigkeitsschwerpunkt klassifizieren.

Die Klassifikation nach dem Krankenhausträger unterscheidet öffentliche, freigemeinnützige und private Träger. Öffentliche Träger sind zum Beispiel Bund, Länder, Kreise und Gemeinden, freigemeinnützige zum Beispiel die Kirchen oder das Rote Kreuz.

Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft wurden im Jahr 2012 von 2.017 Kliniken in Deutschland

  • 601 Kliniken von öffentlichen Trägern
  • 719 Kliniken von freigemeinnützigen Trägern und
  • 697 Kliniken von privaten Unternehmen betrieben

 

Die Versorgungsstufen unterteilen sich wie folgt:

  • Krankenhaus der Maximalversorgung

große Häuser mit 1000 und mehr Betten, meist Universitätskliniken, mit umfassendem Fächerangebot und teilweise hochspezialisierten Abteilungen, die gleichzeitig Forschung, Lehre und Versorgung als Auftrag haben

 

  • Krankenhaus der Schwerpunktversorgung

größere Häuser mit bis zu 500 Betten, einem breiten Fächerspektrum von bis zu 8 Abteilungen

 

  • Krankenhaus der Regelversorgung

(mittlere Häuser mit bis zu 300 Betten und etwa 4 – 5 Fachabteilungen

 

  • Krankenhaus der Grundversorgung

kleine Häuser mit bis zu 200 Betten und wenigen Fachabteilungen

 

Rehabilitationskliniken

Reha Kliniken, sind für die medizinische Rehabilitation, Nachsorge und Anschlussheilbehandlung (AHB) verantwortlich. Die kann ambulant oder stationär durchgeführt werden.

Therapiezentren / Therapiepraxen

Niedergelassene Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden arbeiten in Praxen oder einem Therapiezentrum. Teilweise zusammen um dem Patienten ein breites Feld an verschiedenen Therapien, unter einem Dach anzubieten. Häufig findet man auch Gerätetraining mit entsprechenden Trainern, auch Personaltrainern, in den Therapiezentren.